Der Unterschied zwischen Profi und Amateur

Profi und Amateur: Normalerweise grenzt sich der Amateur vom Profi über die Frage des Geldes ab; was ist genau der Unterschied. Wikipedia schreibt dazu:

Ein Amateur… ist eine Person, die – im Gegensatz zum Profi – eine Tätigkeit aus Liebhaberei ausübt, ohne einen Beruf daraus zu machen bzw. Geld für seine Leistung zu erhalten. … Der Begriff sagt wenig über die Sachkenntnis von Amateuren aus, die durchaus professionelles Niveau haben kann. Dagegen wird der Begriff „amateurhaft“ abwertend im Sinne von „nicht auf professionellem Niveau“ gebraucht. (Wikipedia)

Es ist also nicht nur eine Frage des „Geldes“ was den Amateur vom Profi abgrenzt sondern die Frage der Sachkenntnis des professionellen Vorgehens.

Was macht einen Amateur aus?

In der Beobachtung von Amateuren und Profis habe ich in verschiedenen Sportrichtungen folgende Schlussfolgerungen gezogen und fortan mein Verständnis von Profi vs. Amateur geändert. Meine Beobachtung ist,dass viele Amateure an einem bestimmten Punkt ihrer Entwicklung aufhören sich weiter zu entwickeln. Sie sagen von sich aus: „Nein, trainieren brauche ich nicht mehr“. Sie fahren ihren „Striemel“, den sie seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich durchführen und entwickeln sich nicht mehr weiter. Das bedeutet nicht dass sie schlecht sind, sie entwickeln sich und ihre Technik in der entsprechenden Domaine einfach nicht mehr weiter und steigen langsam ab zum Durchschnitt.

Was macht einen Profi aus?

Ein Profi hingegen übt täglich auch das, was er eigentlich schon kann. Er ist immer interessiert an Neuem und übt das Alte um immer auf dem neuen Stand zu bleiben. Einem Profi würde es nie einfallen sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben. Toni Kroos antwortete mal auf die Frage warum er so präzise Freistöße und Ecken treten kann er übe. Und zwar übe er jeden Tag aufs neue. Würde er aufhören zu üben würde die Präzision nachlassen.

Was heißt das für meine Domaine: Die Softwareentwicklung.

Gerade die Softwareentwicklung oder auch die IT-Domaine allgemein unterliegt großen Veränderungen und zwar ständig. Die Halbwertzeit des Wissens, welche bei Handwerkern vielleicht bei 20 Jahren liegt, ist bei der Softwareentwicklung eher bei 3-5 Jahren angesiedelt. Natürlich kannte man agile Softwareentwicklung schon Anfang des Jahrhunderts. XP z.B. wurde in 2000 vorgestellt. Jetzt, 15 Jahre später, sehe ich immer noch Softwareentwickler, welche nicht agil arbeiten. Sie fokussieren nicht auf das Notwendige, sie arbeiten nicht im Pair zusammen, sie entwickeln nicht testgetrieben und die Folge ist eine schlechte interne Softwarequalität. Sie handeln wie Amateure und bekommen doch Geld für ihre Arbeit.

Ein Profi in der Softwareentwicklung sollte jeden Tag üben, auch das was er schon kann wie z.B. ein Fußballprofi. Er soll offen für neues sein und versuchen sich täglich weiter zu entwickeln. Tut er das nicht, wird er zum Amateur. Das bedeutet nicht automatisch, dass er ein schlechter Softwareentwickler wird, aber auf Dauer wird er mit der neuen Technik nicht mehr mithalten können.

Wie übt man Softwareentwicklung? Mit Katas, Randories und Coding Dojos. Mit dieser Technik kann man täglich seine Technik üben und weiter ausbauen. Wie genau das vonstatten geht, werde ich in einem der nächsten Blogs darstellen.

 

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